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Nordic
Open Tagebuch, geführt von Gerrrrolf...
4. Eintrag
Einzelne Thermikzellen schießen auf, breiten sich lokal aus, schatten alles rundherum ab und zerfallen dadurch alsbald wieder – das Spiel geht von Neuem los. Es wird trickreich, soviel ist jetzt schon zu sehen. Ein Task wird beschlossen, wieder nur 70km, die den Umständen entsprechend zunächst aber gar nicht so kurz aussehen. Bei gut 20km/h Soaringwind geht’s ans Starten. Allerdings kommt keiner recht hoch, und so verschleppt sich das Tempo ein wenig. Von den geplanten vier Startzeiten bleibt nur eine übrig: die letzte. 20min davor ergibt sich ein neues Sonnenfenster – also alle raus. Gerade rechtzeitig sind die wesentlichen Piloten an der Basis und es geht los. Michi und ich sind wieder am Funk, und Seppi der wieder die halbe Ausrüstung zu Hause gelagert hat, ist über Telepathie auch mit dabei und versucht unsere nächsten Pläne zu erraten. Bis zur ersten und einzigen Boje klappt das auch recht gut. Allerdings gibt es bis dahin ohnedies nur eine Streckenlösung. Erst danach wird es möglich erste Fehler zu machen – und außer uns Dreien macht sie auch jeder! Andreas Olssen quert das Tal, Jon Gjerde fliegt einen toten Soarhügel an – passt!
Wir Nicht-Einheimische fliegen dafür immer gerade dorthin, wo es mit zumindest 2-3Metern steigt. So geht es weiter bis etwa 28km vorm Ziel. Der Vorsprung ist hier schon mehr als 30Minuten. Michi und ich voraus, Seppi knapp dahinter. Dann werden wir etwas übermütig und beginnen einen 1:15 Endanflug. Mit entsprechenden Konsequenzen. Michi und ich werden vom mittlerweile auffrischenden Südwind fast vom Hochplateau gefegt, finden uns aber noch einmal in einem 1-2Meter Leereißer zurecht, der uns die fehlenden Höhenmeter für den Heimflug schenkt. Der noch frechere Seppi hat weniger Glück und steht 3km vorm Goal. Übrigens, welches Goal? Außer einer passenden Wiese ist dort nichts. Keine Linie, kein Windsack, kein Rückholauto. Wir stehen schon 50 Minuten auf der Wiese, planen einen improvisierte Rückreise, als endlich die Ersten vom restlichen Feld eintröpfeln. Andreas und Nils sind es, danach im 5 Minuten Takt noch weitere, am Ende sind wir immerhin zu Zehnt. Punktemäßig hat das ziemliche Auswirkungen. 934 für mich, 907 für Michi – und dann ein 300 Punkte Loch zu Andreas, Nils und Jon – passt!
Die Top10 somit, nach 2 Tagen:
Gerolf Heinrichs, Aut, Moyes Lss4, 1534 Michi Fiesenbichler, Aut, Moyes Lss3.5, 1309 Andreas Olsson, Swe, WillsWing T2, 1190 Jon Gjerde, Moyes Lss4, 1150 Nils Henden, Moyes Lss4, 1095 Seppi Salvenmoser, Moyes Lss3.5, 851 Jens Krotzeng, Icaro Laminar, 803 Jonny Nilssen, Airborne C2, 770 Olaf Opsanger, Nor, Moyes Lss4, 763 Bjorn Joakinson, Nor, Moyes Ls4, 753
Grüße, Gerrrolf
VagaSee : Kein wirkliches Badevergnügen, Vaga’s 10 Grad kalter See 
Frühstück: „…man wird nicht dauernd Zweiter ohne das richtige Frühstück…“  |
19 Jul 2005 by webmaster |
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